Aufbewahrung von Moosproben
Verfasst: 11. Januar 2016, 21:07
Ihr Lieben,
mangels Zugänglichkeit meiner Lieblingsbiotope untersuche ich derzeit viele Moosproben aus dem Garten. Ihre Aufbewahrung handhabe ich anders als die der Wasser- bzw. Moor-Proben. Die vom Erdreich leicht gereinigten Moospolster lagern bei mir in einem breiten, offenen Glas, in den sich nur ein sehr dünner Wasserfilm (Regenwasser!!!) befindet. Dieser Wasserfilm muss täglich geprüft und ggf. aufgefüllt werden, damit das Moos feucht bleibt. Diese Proben halten sich im Prinzip ewig. Interessant sind sie aber nur während der ersten beiden Wochen. Danach findet man fast nur noch Ciliaten und ein paar Rädertiere vor, die sich auf Jagd nach den stark vermehrten Bakterien befinden.
Anders als Organismen in Wasserproben sind jene aus Moos-Proben von verhältnismäßig trockenen Standorten wesentlich weniger empfindlich gegenüber Temperaturveränderungen, was eigentlich logisch ist. Auf unserer Terrasse maß ich kurz vor der Besonnung noch +1 °C, 15 min. später, als die Sonne um die Hausecke kam, maß ich an derselben Stelle +27 °C. Die Moos-Organismen sind folglich extreme Temperaturschwankungen gewöhnt. Auch das Licht unter dem Mikroskop macht ihnen nicht allzu viel aus.
Herzliche Grüße
Angie
mangels Zugänglichkeit meiner Lieblingsbiotope untersuche ich derzeit viele Moosproben aus dem Garten. Ihre Aufbewahrung handhabe ich anders als die der Wasser- bzw. Moor-Proben. Die vom Erdreich leicht gereinigten Moospolster lagern bei mir in einem breiten, offenen Glas, in den sich nur ein sehr dünner Wasserfilm (Regenwasser!!!) befindet. Dieser Wasserfilm muss täglich geprüft und ggf. aufgefüllt werden, damit das Moos feucht bleibt. Diese Proben halten sich im Prinzip ewig. Interessant sind sie aber nur während der ersten beiden Wochen. Danach findet man fast nur noch Ciliaten und ein paar Rädertiere vor, die sich auf Jagd nach den stark vermehrten Bakterien befinden.
Anders als Organismen in Wasserproben sind jene aus Moos-Proben von verhältnismäßig trockenen Standorten wesentlich weniger empfindlich gegenüber Temperaturveränderungen, was eigentlich logisch ist. Auf unserer Terrasse maß ich kurz vor der Besonnung noch +1 °C, 15 min. später, als die Sonne um die Hausecke kam, maß ich an derselben Stelle +27 °C. Die Moos-Organismen sind folglich extreme Temperaturschwankungen gewöhnt. Auch das Licht unter dem Mikroskop macht ihnen nicht allzu viel aus.
Herzliche Grüße
Angie