Lacrymaria olor
Verfasst: 21. März 2026, 22:27
Hallo Forum,
Heute möchte ich euch Bilder und Videos von Lacrymaria olor vorstellen.
Dieser Raubcilliat ist besitzt eine charakteristische Körperform mit einem Hals der sich blitzschnell (bis zu 1000 µm/s!) um ein vielfaches (bis zum 30fachen!) seiner Länge ausdehnen kann.
Dieser Hals ist darüber hinaus extrem beweglich und das Tier kann diesen sowohl im Winkel abknicken als auch spiralig einrollen, was einen Beutefang auch "um die Ecke" möglich macht.
In dieser Kombination und Ausmaß einzigartig und unverwechselbar. Ich finde diesen Ciliaten häufig in meinen Tümpelproben.
Meist gut versteckt zwischen Detriuspartikeln, teils in sehr unterschiedlichen Habitaten. Oft in kleinen Gruppen. Dann sieht man oft nur die kleinen Hälse die herausgestreckt werden.
Selten sieht man ihn frei mi,t gerade ausgestreckten Proboscis wie ein Pfeil durchs Wasser schwimmen.
Er lässt sich relativ einfach, zumindest für eine Weile, vermehren wenn man ihn zusammen mit Futterorganismen in verdünntem Heumedium ansetzt.
Unter eutrophen Bedingungen wird der Hals nur wenig und viel seltener ausgestreckt und man kann ihn dann leicht mit anderen Arten wie z.b. Litonotus verwechseln.
Am vorderen Ende befindet sich ein kleines bewimpertes "Köpfchen," mit dem kleine Beute, wie in diesem Fall Chilomonas paramecium und Colpidium striatum mit den bereits beschriebenen schnellen Vorwärtsbewegungen gejagt wird: Hier noch ein Video dieses "Bruce Lee unter den Protozoen":
https://youtu.be/FF6zHwm73Lk?is=mZliI7SW3T4tiAkD
LG Holger
Heute möchte ich euch Bilder und Videos von Lacrymaria olor vorstellen.
Dieser Raubcilliat ist besitzt eine charakteristische Körperform mit einem Hals der sich blitzschnell (bis zu 1000 µm/s!) um ein vielfaches (bis zum 30fachen!) seiner Länge ausdehnen kann.
Dieser Hals ist darüber hinaus extrem beweglich und das Tier kann diesen sowohl im Winkel abknicken als auch spiralig einrollen, was einen Beutefang auch "um die Ecke" möglich macht.
In dieser Kombination und Ausmaß einzigartig und unverwechselbar. Ich finde diesen Ciliaten häufig in meinen Tümpelproben.
Meist gut versteckt zwischen Detriuspartikeln, teils in sehr unterschiedlichen Habitaten. Oft in kleinen Gruppen. Dann sieht man oft nur die kleinen Hälse die herausgestreckt werden.
Selten sieht man ihn frei mi,t gerade ausgestreckten Proboscis wie ein Pfeil durchs Wasser schwimmen.
Er lässt sich relativ einfach, zumindest für eine Weile, vermehren wenn man ihn zusammen mit Futterorganismen in verdünntem Heumedium ansetzt.
Unter eutrophen Bedingungen wird der Hals nur wenig und viel seltener ausgestreckt und man kann ihn dann leicht mit anderen Arten wie z.b. Litonotus verwechseln.
Am vorderen Ende befindet sich ein kleines bewimpertes "Köpfchen," mit dem kleine Beute, wie in diesem Fall Chilomonas paramecium und Colpidium striatum mit den bereits beschriebenen schnellen Vorwärtsbewegungen gejagt wird: Hier noch ein Video dieses "Bruce Lee unter den Protozoen":
https://youtu.be/FF6zHwm73Lk?is=mZliI7SW3T4tiAkD
LG Holger