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Zonomyxa violacea

Verfasst: 1. Dezember 2017, 21:38
von MartinKreutz

Re: Zonomyxa violacea

Verfasst: 3. Dezember 2017, 10:38
von Monsti
Hallo Martin,

vielen Dank für diesen hochinteressanten Beitrag! Du sorgst doch immer wieder für Überraschungen ...

Den Artikel von Meisterfeld & Badewitz werde ich mir gleich mal zu Gemüte führen - danke für den Link (natürlich auch an Steffen).

Schneeflockige Grüße
Angie

Re: Zonomyxa violacea

Verfasst: 3. Dezember 2017, 16:52
von Ole
Hallo Martin,

eine meisterhafte Dokumentation eines besonders farbenfrohen Einzellers, die Du hier zeigst. Ich habe in meinen Proben aus dem Sima-Moor auch einige Exemplare gefunden, aber niemals so gründlich untersucht wie Du. Besonders faszinierend finde ich die Aufnahmen an der stark gepressten Zelle, bei der Du die Feinstruktur der Kerne so gut darstellen konntest. Das habe ich nie hinbekommen; erstens, weil bei mir zu viele Detritusteilchen im Präparat waren und zweitens, weil ich das langsame Eindunsten nicht realisieren konnte.

Vielen Dank und schöne Grüße

Ole

Re: Zonomyxa violacea

Verfasst: 3. Dezember 2017, 19:52
von MartinKreutz
Hallo Ole,

bei mir stört der Detritus natürlich auch, um einen anständige Schichtdicke zu bekommen. Entweder hilft dann der Zufall, dass ein Exemplar etwas am Rand des Deckglases liegt, wo weniger Detritus ist und die Schichtdicke abnimmt, ob man hift nach, in dem man das Objekt vorher isoliert. Ich mache immer letzteres. Bei Zonomyxa war so viel Detritus in der Umgebung der Amöbe, dass ich sie sogar waschen musste. Das geht danz einfach. Ich pipettiere eine Amöbe mit allem das drum herum liegt und gebe es in einen großen Tropfen klares Fundortwasser. Daraus pipettiere ich sie nochmal heraus und man ist etwa 90 % vom Detritus los. Gerade bei so großen und unbeweglichen Objekten ist diese Technik gar kein Problem.

Martin

Re: Zonomyxa violacea

Verfasst: 3. Dezember 2017, 22:42
von Monsti
Hallo Martin,

vor längerer Zeit fand ich Zonomyxa violacea im Hochmoor Schweizer Alm (es befindet sich nördlich des Sima-Moors an der anderen Seite der Straße nach Lofer). Dieses Exemplar hatte 6 erkennbare Nuclei, aber alles andere sprach eher für A. violacea. Hier ein mittelmäßiges Foto davon:

Bild

Man beachte die Zellmembran und die Pseudopodien. Deshalb meine ich, dass es sich bei Z. violacea und A. violacea um dieselbe Art handelt.

Viele Grüße
Angie