nun mit der Foissner-Revision ausgestattet macht die Ciliaten-Mikroskopie ganz neuen Spaß. In älteren Proben fand ich den hübschen Ciliaten Pleuronema coronatum, der - mit ausgespannter, segelartiger undulierender Membran und strahlenförmig nach allen Seiten abgespreizten Cilien - immer wieder mal in Ruhe verharrte, um fotografiert werden zu können.
Es war mal wieder eine typische Rohproben-Situation, bei der keine Ölimmersion zum Einsatz kommen konnte. Alle Fotos habe ich daher mit dem einfachen Zeiss Plan Achromaten 40/0,65 gemacht, der aber hinsichtlich Arbeitsabstand und Schichtdicken-Empfindlichkeit sehr gutmütig ist und für die Tümpelei somit viele Vorzüge hat. Seine Achromaten-typische Neigung zu violetten Farbsäumen insbesondere im DIK kann man dank moderner Bildverarbeitung (Farbsättigung reduzieren) ganz gut in erträglichen Grenzen halten.
Nebenbei gesagt halte ich diesen Vergrößerungsbereich in der Praxis für die größte Schwäche des DIK der Standard-Reihe mit 160mm Tubuslänge und separaten Schiebern. Es gibt keinen Schieber, der mit dem sehr anständigen Neofluar 40/0,75 halbwegs gradientenfrei funktioniert. Man ist somit bei der sehr praxisrelevanten Situation "40fach Trockenobjektiv" auf den schlichten Plan Achromaten angewiesen.
Nun aber zum Ciliaten selbst (Man=Makronukleus, Min=Mikronukleus, kV=kontraktile Vakuole, Ext=Extrusomensaum, Nv=Nahrungsvakuole):

Viele Grüße
Ole