Stylonychia (mytilus) ist ein weit verbreiteter Ciliat aus der Gruppe der Hypotrichia. Das „Waffentierchen“ ist laut „Wassertropfen“ hinsichtlich
Größe (100-300µm) und Gestalt sehr variabel und verfügt laut Foissners "Revision" konstant über zwei Makronucleus-Teile und mehrere Mikronuclei.
Dieser Ciliat ist mit zahlreichen, teilweise sehr kräftigen Zirren (verschmolzene Cilien-Bündel) ausgestattet, die u.a. wie bei Euplotes („Lauftierchen“)
der Fortbewegung dienen.
(Stylonychia sp., AZM: Adorale Membranellen Zone, Mi: Mikronuclei, M1-2: die beiden Makronucleus-Teile, KV: Vakuole, CC: Kaudalzirren (drei)).
Unter dem Deckglas neigt Stylonychia sp. mit wachsendem Deckglasdruck leicht zu einer deutlichen Formveränderung, die ursprünglichen Konturen gehen verloren.
Kein schöner Anblick, aber die Nuclei bleiben deutlich erkennbar.
(„Typisches“ Bild einer stark gequetschten Zelle von Stylonychia sp., Fokus auf die Mikronuclei (Mi), AZM: Adorale Membranellen Zone (Reste), M1-2: die beiden Makronucleus-Teile)
Diese Zelle zeigt unter vergleichbaren Bedingungen Makronuclei mit einer sehr deutlichen Furchung:
(Stylonychia sp., M1-2: die beiden Makronucleus-Teile, F= Furche im Kern)
(Stylonychia sp., M1-2: die beiden Makronucleus-Teile, REB: Replikationsband einer Mitose (?))
Ich vermute, bei der Furche handelt es sich um die Replikationszone, die im Rahmen einer Mitose (Zellteilung) gebildet wird.
Frage: Ist meine Interpretation richtig ?
Beste Grüße
Richard
