Clathrulina elegans wurde in der 11. Auflage (2008) des Wassertropfens noch zu den Heliozoa gezählt (= Kugelkäfig-Sonnentier). Inzwischen gehört diese Gattung ebenso wie Hedriocystis zu den Testacea. Der Durchmesser der Kapseln beträgt ca. 40-95 µm (eigene Messungen). Die zahlreichen Pseudopodien sind sehr dünn und deshalb lichtmikroskopisch nur schwer zu fotografieren.
Die Zellteilung erfolgt im Inneren der Kapsel. Die Tochterzelle verlässt die Hülle als begeißelter Schwärmer. Die andere Zelle verbleibt in der Mutterkapsel. Damit bildet Cl. elegans eine der Ausnahmen unter den Testaceen, denn i.d.R. wir die neue Schale vor der Zellteilung gebildet.
Dieses Exemplar entstammt dem Streufilz (Hochfilzen), wo es sich in einer älteren Probe ordentlich vermehrt hat:

Mitunter bildet Cl. elegans auch Ketten, in denen mehrere Individuen miteinander verbunden sind. Einige solcher Ketten fand ich vor einigen Jahren in unserem Gartenteich:

DEFLANDRE beschrieb 1926 Cl. ovalis. Vermutlich ist diese Art identisch mit Cl. elegans, die mitunter auch oval bzw. birnenförmig sein kann (vgl. mit Foto 2).
Weitere Fotos und Infos auf Ferrys Website --> http://www.arcella.nl/clathrulina-elegans
Herzliche Grüße
Angie