dieses, an Hyalotheca mucosa fressende Exemplar konnte ich in einer Probe vom Moor Paradieswiese (Kitzbühel) beobachten:

P. africana hat gerade eine Zelle geleert (Pfeil) und wendet sich der Zelle darüber zu.

Die Zelle wird in Angriff genommen, dabei bricht das Band. Auffällig sind feine Stränge (Pfeil), die bei der Eröffnung der Zelle vermutlich eine wichtige Rolle spielen.

Die Zelle ist geöffnet ...

... und wird ausgesaugt.

Die Zelle ist leer. Die Amöbe zieht sich zurück und entledigt sich einiger Verdauungsrückstände.
Ähnlich zeigte ich diese Sequenz auch schon mal im Mikro-Forum, doch dort verschwand sie leider sehr schnell in der Versenkung.
Vielleicht ist es für den einen oder anderen von Euch spannend.
Infos zu Pseudonebela africana:
GAUTHIER-LIÈVRE, L (1953): Les genres Nebela, Paraquadrula et Pseudonebela (Rhizopodes testacés) en Afrique. - Bull Soc. d'histoire Nat. Afric. d. Nord: 324-346.
LAHR, D.J.G. & GOMES e Souza, M.B. (2011): Occurrence of the lobose testate amoeba Pseudonebela africana (Amoebozoa, Arcellinida) in the Brazilian "cerrado". - Europ. J. Protistology 46: 231-234.
SIEMENSMA, F. & OPITZ, A.M. (2014): Beobachtungen an Pseudonebela africana, einer seltenen, doch weltweit verbreiteten Schalenamöbe. - Mikrokosmos 103 (4): 248-255.
Herzliche Grüße
Angie